RHIZARTHROSE

Arthrose des Daumensattelgelenks

WO IST DAS SATTELGELENK?

Das Sattelgelenk wird gebildet vom ersten Mittelhandknochen und dem großen Vieleckbein (Os trapezium) im Handgelenk, dessen Gelenkfläche die Form eines Sattels hat. Es ist das Gelenk, mit dem der Daumen angespreizt und den anderen Fingern gegenüber- gestellt werden kann. Dadurch ist ein Greifen und Festhalten von großen und kleinen Gegenständen erst möglich.

WAS IST EINE DAUMENSATTELGELENKSARTHROSE UND WIE ÄUSSERT SIE SICH?

Bei der Arthrose des Sattelgelenks, auch Rhizarthrose genannt, nutzt sich der Knorpel auf der Gelenkfläche des großen Vieleckbeins (Os trapezium) und der Basis des ersten Mittelhandknochens ab, so dass letztendlich Knochen auf Knochen reibt. An den Gelenkrändern bilden sich teils spitze, knöcherne Vorsprünge (Osteophyten). Aufgrund dieser Veränderungen kommt es zu Schmerzen beim Zugreifen in diesem Bereich, die nicht selten bis in den Daumen und Unterarm ausstrahlen. Das Halten schwerer Gegenstände ist kaum noch möglich, aber auch das Öffnen von Drehverschlüssen oder das Herumdrehen eines Schlüssels wird zunehmend mühsam.

OPERATIVE BEHANDLUNG

In Frühstadien der Arthrose kann die Durchtrennung schmerzleitender Nervenfasern (Gelenkdenervation) oder eine umstellende Osteotomie Beschwerden  lindern. Der natürliche Verlauf der Arthrose läßt sich hierdurch nicht aufhalten. In einigen Fällen zögert der Eingriff aber die eigentliche Rhizarthrosenoperation um einige Jahre hinaus.
Die am häufigsten gewählte operative Behandlung bei fortgeschrittener Arthrose ist die Suspensionsarthroplastik. Hierbei wird das große Vieleckbein (Os trapezium), welches die körpernahe Gelenkfläche des Daumensattelgelenkes trägt, entfernt.  Ziel des Eingriffes ist es dass der Daumen wieder gut und schmerzfrei bewegt werden kann. Aus diesem Grund ist es  erforderlich dass anschließend  eine ausreichend lange physiotherapeutische und ergotherapeutische Behandlung durchgeführt wird. Weitere operative Behandlungsmöglichkeiten sind die Teilentfernung des  Vieleckbeins, die Gelenkversteifung und der künstliche Gelenkersatz.

 

NACHBEHANDLUNG

Der Daumen wird nach der Operation für 2-3 Wochen in einer Gipsschiene ruhiggestellt. Dann kann mit krankengymnastischen Bewegungsübungen aus der Schiene und Ergotherapie begonnen werden. Hierbei sollte die An- und Abspreizung sowie die Opposition geübt werden. Nach 6 Wochen wird mit einem allmählich sich steigernden Krafttraining für die Daumenballenmuskulatur begonnen. 
Aufgrund der Entfernung des Handwurzelknochens ist nach der Operation die Kraft etwas geringer als auf der gesunden Seite. Mit einem guten Training ist aber eine erhebliche Kraftzunahme möglich, so dass die Hand dann wieder schmerzfrei ganz normal bei der täglichen Arbeit eingesetzt werden kann.

 

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